
SchauspielerHelenaGespielt von Giovanna WinterfeldtMein Name ist Helena Ismene Koliganis und ich wurde am 02.07.1572 in Athen geboren. Ich bin in sehr wohlhabende Verhältnisse hineingeboren. Kurz nach meiner Geburt wurde ich mit anderen Neugeborenen, unter anderem mit Hermia, verglichen. Der Vergleich fiel leider zu Ihren Gunsten aus. Sie strahlte, ich heulte. Weiterlesen
Schon damals hat sie alle Lebewesen in Ihren Bann gezogen, wogegen ich mich oft in Lügen und Missverständnissen verknotete und das freundlichste, was andere mir entgegenbrachten, war Mitleid. Ich kann mich noch gut an das Jahr 1587 zurückerinnern. Hermia und ich waren mit Aphrodite zusammen die einzigen Mädchen in unserer Klasse, da die anderen nicht am Unterricht teilnehmen durften. Das Schuljahr war beinahe zu Ende und am Ende jeden Jahres veranstalteten wir einen Ball. Ich hatte schon seit langem ein Auge auf einen Jungen geworfen und hatte vor, ihn zu fragen, ob er mit mir zu dem Ball kommen wolle, jedoch fand ich nie die Gelegenheit dazu. Am Abend des Balles also kam ich alleine. ...
...Damals brach eine Welt für mich zusammen, als ich sah, dass Hermia, meine beste Freundin mit diesem Jungen dort war. Dann kam das Jahr 1592. Ich war damals 20 Jahre alt und hatte das Bedürfnis, mich endlich zu verlieben. Als dann also Demetrius, ein junger Kaufmann, in mein Leben trat, schenkte ich ihm meine Liebe. Anfangs umwarb er mich und überflutete mich mit Komplimenten. Später wurden die Komplimente weniger und sein Interesse schwächer. Trotzdem erfüllte es mich mit Stolz, mich "sein Mädchen" nennen zu dürfen. Kurz darauf fand auch Hermia die wahre Liebe in ihrem Lysander. Doch umso glücklicher die beiden wurden, desto unglücklicher wurde Demetrius mit mir. Gegen Ende des Jahres 1593 schien er mich vollkommen vergessen und Hermia zu seiner Traumfrau gemacht zu haben. Seit dem versuche ich ihn zurück zu gewinnen! Leider ohne jeglichen Erfolg.
von Giovanna Winterfeldt
HermiaGespielt von Asli YavuzIch bin ein Einzelkind und mein war Vater ein sehr wohlhabender Mann. Ich hab immer das bekommen, was ich wollte. Als Gegenleistung dafür habe ich meine Eltern respektiert und nie widersprochen. Wir waren wie Freunde. Ich hatte auch keine anderen Freundinnen oder einen Freund. Mein Vater war sehr streng in diesem Punkt. Weiterlesen
Ich durfte nicht mit den Kindern unseres Hausmädchens spielen, weil sie aus armen Verhältnissen kamen. Zu meinem 16. Geburtstag bekam ich von meinem Vater ein eigenes Pferd und es sollte der glücklichste Tag meines Lebens werden, bis mein Vater mir die Nachricht gab, dass ich Demetrius, den Sohn eines Freundes meines Vaters, heiraten soll. An diesem Tag hat sich alles geändert. Ich konnte niemanden heiraten, den ich nicht liebte. Ich war immer ein sehr sensibler Mensch, der an die große Liebe glaubte. Ich hatte versucht, meinen Vater zu überzeugen, aber ich hatte keine Chance.
Jedenfalls bin ich an diesem Abend, an dem die ganze Feier für mich stattfand, für eine kurze Zeit von Zuhause weggelaufen, an den Strand. Als ich da saß, kam ein Typ mit himmlisch schönen blauen Augen und setzte sich neben mich. Obwohl ich ihn nicht kannte, fühlte ich mich wohl bei ihm. In der ganzen Zeit sagte er nur einen Satz: "Wann immer es dir nicht gut geht, komm hierher, ich warte auf dich.". Als es mir wirklich mal wieder schlecht ging, bin ich ein zweites Mal runter an den Strand gegangen und er saß tatsächlich da. Diesmal erfuhr ich auch seinen Namen: Lysander. Zwischen uns entwickelte sich Liebe, Freundschaft und Vertrauen. Wir mussten uns wegen meinem Vater immer heimlich treffen, doch Lysander zeigte mir, dass es keine Unterschiede zwischen Arm und Reich gibt. Durch ihn bin ich zu der Person geworden, die ich heute bin: eine starke, selbstbewusste Frau. von Asli Yavuz
OberonGespielt von Amir CzwinkIch bin mir sicher, meine Titania liebt einen anderen. Ich habe sie einmal mit jemandem auf einer Lichtung gesehen. Ich werde sie bald zur Rede stellen. Naja, das sage ich mir eigentlich schon sehr lange: eine Frau kann mich doch nicht betrügen. Ich habe mir schon so viel überlegt, aber alles war viel zu hart. Weiterlesen
Titania ist zwar stolz, aber sie ist immer noch eine Frau, meine Frau. Nun, es gibt eine Sache, die vielleicht nicht zu hart, aber auch angemessen ist. Ich kenne da so ein Kraut, welches eine Person dazu bringt, sich in das nächst beste Wesen zu verlieben. Ich müsste also nur sicher gehen, dass sie ein ekliges Tier sieht. Wenn sie dieses dann küsst und ich dann die Wirkung des Krautes von ihr nehme, wird sie garantiert nie wieder einen anderen küssen...
von Amir Czwink
PuckGespielt von Nora LarakiIch wurde als Robina Goodfellow vor vielen Jahren irgendwo im Norden Europas geboren. Wann und wo weiß ich nicht genau. Ich bin immer so alt, wie ich mich fühle und so lange ich denken kann schon allein. Ich habe mich früher, als ich aufwuchs, oft gefragt, was mit meinen Eltern passiert ist. "Sie sind tot", sagten die Elfen, die in dem Wald wohnten. "Geflohen", sagten mir die Wichtelmännchen. Weiterlesen
Einmal erklärte mir ein Wichtelmännchen, dass die Menschen Puks, wie mich, zu Hochzeiten jagten, um dem Brautpaar Glück zu bringen und meine Eltern wären Opfer von Menschen gewesen. Aber genau wissen werde ich es nie. Ich beschloss eines Nachts, diesen Wald zu verlassen. Ich wollte die Welt kennen lernen. Ich erinnere mich noch so genau, wie ich mein Hab und Gut in einem Bündel zusammenschnürte, meine Flügel ausbreitete und einfach wegflog. Ich war ganz alleine, aber das machte mir nichts, war ich doch mein ganzes Leben schon allein gewesen.
Irgendwann, als mich der Hunger packte, kam ich nach Athen. Das heißt, ich wusste nicht, dass es Athen war, ich fand es erst später raus. Ich kam also in diese große Stadt und mischte mich unters Menschenvolk. Ich bin klein, meine Flügel sind winzig und sehen durch ihr zartes Rosa wie ein Kleid aus. Die Menschen hielten mich also für ein Kind. Ich schlenderte gemächlich über eine Straße, die voll von Menschen war. Da waren große Holzwagen mit Früchten und Gemüse drauf gestapelt. Ich hatte solch einen Hunger, dass ich mir ein paar äpfel von einem Wagen nahm. Und plötzlich fingen die Menschen an zu schreien: "Dieb, ein Dieb, haltet sie!" und ich begann zu rennen. Ich lief, so schnell ich nur konnte, doch kam ich nicht weit. „Weißt du, was wir bei uns mit Dieben machen?“, knurrte ein Mann, zog sein Schwert und presste meine Hand auf den Boden. "Wir schneiden ihnen die Hände ab!". Noch während er das sagte, übertönte seine Worte ein schrecklicher Donnerschlag und es begann sintflutartig zu regnen. Ein Blitz schlug ein, in ein großes Haus ein paar Meter weiter. Der Mann fuhr zusammen und lies mich los. Ich ergriff die Chance und rannte weg. Ich flüchtete in eine Höhle um vor dem Unwetter Schutz zu finden, und dort traf ich das erste Mal auf Oberon. So jemanden hatte ich noch nie kennen gelernt. Stark und sanft zugleich, Herrscher, und doch wie ein Freund. Ich wusste sofort, dass ich ihm mein Leben zu verdanken hatte. Wir sind seit dem unzertrennlich. Die einzige, mit der ich ihn teilen muss, ist Titania. Seine Frau. Ist sie anwesend, fühle ich mich wie das 5. Rad am Wagen. von Nora Laraki
Pyramus, ElfGespielt von Dilruba KamMein Freund Lysterius, ich habe mich in Thisbe verliebt. Ja, Thisbe, die Tochter unseres größten Feindes. Wir können uns deshalb nicht sehen. Die einzige Verbindung zwischen meiner Geliebten und mir ist das kleine Loch in der Wand. Wir wollen uns heute Nacht im Wald treffen und deshalb brauche ich Deine Hilfe. Weiterlesen
Auch benötige ich Deine Hilfe, wenn ich es meinem Vater beichte. Sie hat auch schon mit ihrem Vater drüber gesprochen, aber er hat genauso wie meiner reagiert.
Oh, bitte Lysterius, bitte hilf uns dabei, unsere Väter zu überzeugen. Heute nacht will ich sie das letzte Mal heimlich treffen. Während ich mich mit ihr treffe, möchte ich, dass du versuchst, mit meinem Vater zu reden. Lysterius, du bist der Einzige, der mich verstehen kann. Ich weiß, du wirst auf meiner Seite stehen. Dein Freund Pyramus von Dilruba Kam
Thisbe, ElfGespielt von Tugba CakmakHeute Abend sitze ich alleine in meinem Zimmer und denke an meinen Schatz Pyramus. Aber wie das Leben so ist, muss meine große Liebe der Sohn, der einer mit uns verfeindeten Familie sein. Nur weil es vor Jahren Auseinandersetzungen zwischen unseren Vätern gab, müssen wir darunter leiden. So wie das Schicksal ist, hat natürlich die Liebe gesiegt. Denn unsere Wohnungen werden nur durch eine Wand voneinander getrennt. Weiterlesen
Unsere Liebe ist etwas ganz besonderes für Pyramus und mich. Ein ganz kleiner Spalt ermöglicht es, dass wir Kontakt zueinander haben können. Heute Abend haben wir beschlossen, dass wir endlich flüchten. Diese Entscheidung ist mir eigentlich sehr schwer gefallen. Trotz allem steht auf der anderen Seite meine Familie, die ich genauso wie meinen Pyramus liebe...
...Aber nur weil mein Vater und meine Mutter heiraten mussten, heißt das doch noch lange nicht, dass ich auch jemanden heiraten muss, den sie wollen. Ich würde Pyramus auch nicht verlassen, wenn sie es sagten. Ich stell mir vor, dass der Streit daran liegt, dass mein Vater, früher die Mutter von Pyramus geliebt hat, aber sie sich für ihren jetzigen Mann entschieden hat. Daher will mein Vater nicht jemanden aus unserer Familie in deren Familie schicken. von Tugba Cakmak
TitaniaGespielt von Esther SchlagheckIch hatte eine wundervolle Kindheit, gut geschützt und behütet, doch als ich erfuhr meine Mutter würde sterben, brach für mich eine Welt zusammen. Ein Jahr später war es dann soweit: Nach ihrem tragischen Begräbnis zog ich hinaus in die Welt und sah mir jede existierende Stadt an. Auf meiner Reise sah ich viel Elend, Armut, Hunger und oft den Tod. Da wurde mir klar, ich musste zurückkehren und meinen Platz als Königin einnehmen. Weiterlesen
Ich weiß es noch als wäre es gestern gewesen, auf meinem Heimweg kam ich an einer Schlucht vorbei, als plötzlich zehn schwer bewaffnete Räuber aus dem Unterholz sprangen. Sie packten mich und versuchten mich fort zu schleppen. Sie versetzten mir einen Schlag auf den Hinterkopf und ich ging keuchend zu Boden. Doch als ich aus meiner Bewusstlosigkeit erwachte, sah ich nicht die Räuber, sondern einen wunderschönen Mann neben mir knien. Das war der Tag, an dem ich Oberon traf. Er hatte die Räuber in die Flucht geschlagen und sich um mich gekümmert. Gemeinsam zogen wir zurück und heirateten bald darauf...
...Natürlich vertragen wir uns oft nicht, es ist ja auch völlig normal, wenn man mehrere Jahrhunderte und Jahrtausende zusammen lebt. Aber ich wollte eigentlich immer eine andere Beziehung, vor allem auch weil ein Streit zwischen uns fatale Auswirkungen, alleine schon auf die Umwelt, haben kann. von Esther Schlagheck
Demetrius, WildschweinGespielt von Phil GustLysanderGespielt von Özlem Hande ÖzbekPuppenspieler, ElfGespielt von Anuradha Khalia
Wir danken der Kollegin Silke Henning, dem Oberstufenleiter Martin Wuttke und dem Schulleiter des OSZ Banken und Versicherungen, Bernd Romann, für die große Unterstützung bei der Vorbereitung der ersten gemeinsamen Theaterproduktion der beiden Schulen.
KostümeIlse Jezewski, Nicole JezewskiKlavierNora LarakiTechnikVeranstaltungstechniker der Klassen VVA 71 und VVA81 (Danke für die tolle Zusammenarbeit!): Christian Kummetz, Felix Kubiak, Marian Koppe, Michael Miers, Christopher Sternbeck, Norman Zaloga, Georg Frommhagen und Rene Pult, betreut von den Kollegen Gunnar Lange und Gerd Brück (...danke für die vielen Extrastunden, in denen Ihr Euch dem kreativen Chaos gestellt habt!)PlakatNora LarakiProgrammheftTugba Cakmak, Phil Gust, Giovanna WinterfeldtSpielleiterNicole Jezewski, Rainer Böhlke-Weber |


