| 1. getaktete Flipflop |
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3. Realisierung und Anwendungen |
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Bei vielen Anwendungen ist es aber besser, daß nur zu bestimmten, genau einstellbaren Zeitpunkten die Eingangssignale verarbeitet werden. Diese Zeitpunkte werden über einen dritten Eingang in Form eines Taktsignals übergeben. Die Flipflops, die einen Takt (engl. clock) benötigen werden als getaktete Flipflops (engl. gated latch) bezeichnet. Da bei ihnen alle Zustandsänderungen synchron mit dem Takt ablaufen, werden sie auch als synchrone Flipflops bezeichnet.
Ihr Vorteil ist, daß man mit ihnen z. B. mit nur einem Eingang sowohl ein 0- als auch ein 1-Signal speichern kann oder durch einen Impuls einen Wechsel des Ausgangssignals erreicht. Dies ist mit ungetakteten Flipflops nicht möglich.
2.2. Getaktete RS-Flipflop |
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| Um aus dem Basis-RS-Flipflop einen taktgesteuerten Flipflop zu machen,
braucht man im einfachsten Fall nur einen dritten Eingang hinzufügen.
Dieser Eingang sollte nur dann die beiden anderen Eingangssignale durchlassen,
wenn er 1-Signal führt. Es brauchen also nur zwei UND-Gatter vorgeschaltet
werden.
Dieses Prinzip der Taktsteuerung heißt Taktpegel-Steuerung oder Einzustand-Taktsteuerung. |
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2.3. Getaktete JK-Flipflop |
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| Er ist das universellste Flipflop und deshalb sehr wichtig, da man
daraus die verschiedensten Flipfloparten bauen und ableiten kann.
Er ist eine Weiterführung des RS-Flipflops. Das RS-Flipflop hat einen irregulären Zustand, wenn beide Eingänge den Wert 1 besitzen. Beim JK-Flipflop hat man diesen Zustand mit einer vierten Funktion belegt, dem Kippen bei jedem Taktsignal, wenn an beiden Eingängen 1-Signal anliegt. Unter dem Kippen (engl. toggle) des Ausgangssignals versteht man einen Wechsel des Signals, entweder von 0 auf 1 oder von 1 auf 0. Die Eingänge werden zur Unterscheidung nicht als R und S bezeichnet, sondern als J und K (engl. jump für setzen, kill für rücksetzen). Doch der einzustandgesteuerte JK-Flipflop ist noch nicht zufriedenstellend, weil er bei J=K=1 noch nicht seine eigentliche Funktion erfüllt. Denn in diesem Fall kippt er während des ganzen Taktimpulses immer zwischen 1 und 0 hin und her, so daß er beim Ende des Taktsignals einen unbestimmten Wert hat. Deshalb braucht man für den JK-Flipflop eine andere Taktsteuerung. |
![]() taktzustandgesteuertes JK-Flipflop
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2.4.2 EinflankengesteuertesFlipflop |
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Diese beiden Wechsel nennt man auch Flanken. Es gibt vorderflankengesteuerte
Flipflops, die auf die 0/1-Flanken (= ansteigende oder positive
Flanken) reagieren und rückflankengesteuerte
Flipflops, die auf die 1/0-Flanken (= abfallende oder negative
Flanken) reagieren, die Letzteren werden mit einem invertierten Eingang
C gekennzeichnet (Kreis). Die Flanke, bei der die Steuereingänge ausgewertet
werden wird auch als aktive Flanke
bezeichnet.
Diese Flipflops sind gegen Störimpulse geschützt, sofern
diese nicht gleichzeitig mit der Taktflanke eintreffen.
2.4.3 ZweizustandgesteuertesFlipflop |
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2.4.4 Zweiflankengesteuertes Flipflop |
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Die Ausgänge werden hier retardierte Ausgänge
genannt, da hier die Eingangszustände besonders verzögert werden.
Sie werden durch die zwei Linien in Eckform dargestellt.
Solche Flipflops werden durch die Master-Slave-Schaltung
von zwei einflankengesteuerten Flipflops realisiert.

| Viele JK-Flipflops haben neben den Eingängen J, K und C noch spezielle
Eingänge zum Setzen und Rücksetzen.
Durch |
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| Manchmal haben JK-Flipflops auch mehrere J- und K-Eingänge. Die Eingänge sind dann über UND-Gatter miteinander verknüpft. Zusätzlich besitzen diese Flipflops auch spezielle Eingänge zum Setzen und Rücksetzen. Unbenutzte J- und K-Eingänge müssen hier mit einem 1-Signal versorgt werden. | ![]() |
2.6. D-Flipflop |
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| Das Signal am Daten-Eingang D (engl. data) wird gespeichert,
wenn ein Taktsignal gegeben wird.
Man kann dieses Flipflop aus einem RS-Flipflop oder einem JK-Flipflop
aufbauen, indem den Rücksetzeingang zum Setzeingang negiert. Dadurch
gibt es auch keinen irregulären Zustand mehr.
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2.7. T-Flipflop |
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Um einen T-Flipflop zu erhalten muß man nur die Eingänge
J und K eines JK-Flipflop zusammenschließen.
Der T-Eingang kann auch weggelassen werden, dann wird der Takteingang
T genannt und der Wechsel findet bei jedem Taktsignal statt.
Der zweiflankengesteuerte T-Flipflop eignet sich als Frequenzteiler.
Es wird z. B. angegeben in welchem Betriebsspannungsbereich der
Flipflop funktioniert.
Die Eingangsspannung gibt an, in welchem Spannungsbereich das
0- bzw. 1-Signal noch als solches erkannt wird.
Die Schaltverzögerung (tz) gibt die Zeit an,
von der Taktwirkung an gemessen, die der Flipflop braucht um von 1 auf
0 zu setzen (erster Wert) und von 0 auf 1 (zweiter Wert).
Die Arbeitsfrequenz (f) gibt die maximale zulässige
Frequenz an.
Die Ausgangsspannung gibt die Spannungsbereiche der 0- und 1-Signale
am Ausgang an.
| Familie | Art | Betriebs-
spannung Ub in V |
Ia in mA | Pzu in mW | Eingangs-
spannung Ue in V |
tz | f in MHz | Ausgangs-
spannung Ua in V |
Temperatur-
bereich in oC |
||||
| TTL | Jk-FF
pfl, tuS, R |
min
4,7 |
N
5 |
max
8 |
14 | 70 | min
H 1,8 |
max
L 0.85 |
20/12 | 20 | min
H 2,4 |
max
L 0,45 |
0 bis 75 |
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