Schaltalgebra


 
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  1. Einleitung
  2. Theoreme der Schaltalgebra
  3. Gesetze der Schaltalgebra
  4. Allgemeines

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1.Einleitung

Schaltalgebra ist eine Sonderform der Boolschen Algebra, die von dem englischen Mathematiker Boole entwickelt wurde. Sie befaßt sich mit formaler Beschreibung von digitalen Schaltnetzen (aus logischen Bauelementen aufgebaut) und sie dient der Berechnung und Vereinfachung der Digitalschaltungen (z.B. zur Bestimmung der Steueraufgaben und Rechenvorgängen).
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2. Theoreme der Schaltalgebra

"Ù" = UND
"Ú" = ODER
"  "= NICHT

2.1 UND-Verknüpfung

A Ù 0 = 0
A Ù 1 = A
A Ù A = A
A Ù  = 0

2.2 ODER-Verknüpfung

A Ú 0 = A
A Ú 1 = 1
A Ú A = A
A Ú  = 1

2.3 NICHT-Verknüpfung

A = 
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3. Gesetze der Schaltalgebra

Kommutativgesetz (Vertauschungsgesetz)

Das Kommutativgesetz besteht entweder nur aus ODER oder aus UND Gliedern, dessen Variablen beliebig vertauscht werden können.
Q = A Ù B Ù C = C Ù B Ù A
Q = A Ú B Ú C = C Ú B Ú A

Assoziativgesetz (Verbindungsgesetz bzw. Zuordnungsgesetz)

Das Assoziativgesetz ist dem Kommutativgesetz sehr ähnlich.
Q = A Ù (B Ù C) = (A Ù B) Ù C
Q = A Ú (B Ú C) = (A Ú B) Ú C

Distributivgesetz (Verteilungsgesetz)

Das Distributivgesetz besteht aus UND und ODER Gliedern, es dient der Umformung der Gleichung (ausklammern und ausmultiplizieren), wodurch diese vereinfacht wird.
Q = A Ù (B Ú C) = (A Ù B) Ú (A Ù C)  a.) A Ù (A Ú B) = A
Q = A Ú (B Ù C) = (A Ú B) Ù (A Ú C)  b.) A Ú (A Ù B) = A

DeMorgan Gesetze

Die Schaltagebra wurde von dem englischen Mathematiker DeMorgan erweitert; er hat auch neue Gesetze aufgestellt. Es existieren zwei Gesetze, die sehr praktisch bei der Auflösung von negierten Ausdrücken sind. Diese sind besonders für NAND- und NOR- Verknüpfungen wichtig.
           _____   _   _
       Q = A Ù B = A Ú B
Entspricht der Gleichung für die NAND-Verknüpfung
           _____   _   _
       Q = A Ú B = A Ù B
Entspricht der Gleichung für die NOR-Verknüpfung
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4. Allgemeines

In der Schaltalgebra existieren nur zwei Konstanten, "0" und "1", sowie eine Reihe von Variablen, denen man die Werte "logisch 1" und "logisch 0" zuordnen kann.
Ist ein Schalter offen, so nimmt die Variable den Wert "0" an.
Ist ein Schalter geschlossen, so nimmt die Variable den Wert "1" an.
Die Vereinfachungsregeln gleichen zum Teil denen der bekannten Algebra; Die Operationen "Ù" und "Ú" spielen in der Schaltalgebra eine ähnliche Rolle, wie die Operationen "*" und "+" aus der Zahlenalgebra (Punktrechnung, hier: UND, geht vor Strichrechnung, hier: ODER).
Es läßt sich jede beliebige Schaltung aus NICHT, UND und ODER zusammensetzen. Aus NAND oder NOR läßt sich ebenfalls jede beliebige Schaltung aufbauen.

Vorrangregeln

Auch in der Schaltalgebra kann eine bestimmte Reihenfolge der durchzuführenden Operationen vereinbart werden. Diese lauten :
1.) Negation oder Inversion (NICHT - Verknüpfung)
2.) Konjunktion (UND - Verknüpfung)
3.) Disjunktion (ODER - Verknüpfung)

Klammersetzung

NOR - Verknüpfung: keine Klammern erforderlich
UND - Verknüpfung: keine Klammern erforderlich
ODER - Verknüpfung: Klammern unbedingt erforderlich (damit die Bedeutung der Gleichung erhalten bleibt).
Klammern sind vor allem dann zu setzen, wenn die De Morganschen Gesetze auf NAND- oder NOR- Verknüpfungen angewendet werden.

 
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