Digitales Rechnen


 
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  1. Allgemeines
  2. Dezimalsystem
  3. Duales/binäres Zahlensystem
    1.  
    2. Addition
    3. Komplementbildung
    4. Subtraktion durch Addition des Komplements
    5. Multiplikation/Division
  4. Hexadezimalsystem
  5. Tabelle als Orientierungshilfe

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1. Allgemeines

Die heute gebräuchlichen Zahlensysteme werden Positionssysteme bzw. Stellenwertsysteme genannt. Mit diesen Systemen sind die mathematischen Rechenoperationen ohne weiteres durchführbar (Dies ist z.B. nicht mit den römischen Zahlen möglich.). Diese Stellenwertsysteme gehen auf die Inder zurück, von denen sie über den vorderen Orient zu uns kamen.

Hauptsächlich verwendete Zahlensysteme sind:

Sie werden als Stellenwertsysteme bezeichnet, weil in diesen Systemen jedem Zahlenwert außerdem ein Stellenwert zugeordnet ist. Bei der Dezimalzahl 3752 gibt z.B. die 5 durch ihre Stellung an, daß es sich um 5 Zehner handelt.
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2. Dezimalsystem

Jedes Zahlensystem hat verschiedene Nennwerte.
Alle Zahlen setzen sich aus diesen Nennwerten zusammen.
Das Dezimalsystem hat die Nennwerte 0, 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9 .
Die Anzahl der Nennwerte entspricht der Basis (der Grundzahl) des jeweiligen Systems, also ist die Basis im Dezimalsystem 10. Die Basis 10 kam wahrscheinlich dadurch zustande, daß man sich an den 10 Fingern orientierte.

Stellenwerte:    100 = 1     101  = 10     102 = 100 ...

Die Zahl 3752 setzt sich also zusammen aus:

2*100 + 5*101 + 7*102 + 3*103
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3. Duales Zahlensystem

Die Nennwerte im dualen Zahlensystem sind 0 und 1.
Somit ist die Basis 2.
Stellenwerte :       20 = 1     21 = 2     22 =  4   ...

Das duale Zahlensystem hat eine praktische Bedeutung in der EDV, da sich die Zeichen 0 und 1 in die elektronischen Signale „ein“ und „aus“ umsetzen lassen.

Beispiel:
Die binäre Zahl 101101 entspricht der dezimalen 45, denn:
1*25 + 0*24 + 1*23 + 1*22 + 0*21 + 1*20  =  32 + 0 + 8 + 4 + 0 + 1 = 45

Die Dezimalzahl 45 kann man mit folgender Rechnung ins Dualsystem umrechnen:
 
45   ist ungerade  => 1
45 - 1  = 44    
44 : 2  = 22 ist  gerade  => 0
22 : 2  = 11    
11 - 1  = 10 ist ungerade  => 1
10 : 2  = 5 ist ungerade  => 1
5 - 1  = 4    
4 : 2  = 2 ist gerade => 0
2 : 2  = 1 ist ungerade  => 1
Es ergibt sich die duale Zahl 101101.

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3.1 Addition von dualen Zahlen

Das Addieren dualer Zahlen ist dem Addieren im Dezimalsystem sehr ähnlich.
Es wird stellenweise addiert, entsteht ein Übertrag, geht dieser auf die nächste Stelle.
Es gelten dabei folgende Regeln:

0 + 0 = 0
1 + 0 = 1
1 + 1 = 0, Übertrag 1

Beispiel :  14+6
 
Dezimalsystem Duales Zahlensystem  
14 1110  
+ 6 +0110  
1 0  1 1 1 0 0  (Übertrag)
20 10100  

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3.2 Komplementbildung

Das Komplement einer n-stelligen Zahl ist deren Ergänzung zum Wert der Basis.
So ist z.B. das Komplement der dezimalen Zahl 6 die Zahl 4, denn 101 = 10  (Basis ist 10, Ziffer 6 ist einstellig), und die Ergänzung von 6 zu 10 ist 4.
Das Komplement der dualen Zahl 101 (entspricht der dezimalen 5) ist die Zahl 11 (entspricht dezimaler 3), da 23 = 8 ist, und die Ergänzung von 5 zu 8 der 3 entspricht.
Das Dualzahlkomplement kann leicht gebildet werden, indem man die auf die volle Stellenzahl erweiterte Zahl bitweise invertiert und eine 1 addiert. Aus 101 wird invertiert 010:
 
   010
+     1
011
Das Komplement entspricht der negativen Zahl, also im Dezimalsysten wäre es die -5.
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3.3  Subtraktion

Möchte man eine Subtraktion (A - B) ausführen, kann man folgendermaßen vorgehen:
  1. man bildet das Komplement von B
  2. man addiert dieses Komplement zu A
  3. man vernachlässigt die n+1-Stelle
Beispiel: 12-7 im Dualen Zahlensystem

1210 = 11002
  710 =   1112          Komplement von 0111 ist 1001

  1100
+1001
10101                    n+1-Stelle vernachlässigt erhält man 1012 = 510

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3.4  Multiplikation / Division

Auch die Multiplikation / Division ist der im Dezimalsystem ähnlich.
Man beachte folgende Regeln:

1 * 1 = 1
1 * 0 = 0
1 /  1 = 1
0 /  1 = 0

Beispiele:

Multiplikation:
 
Dezimalsystem Dualsystem
5 * 13 101 * 1101
101 
15 101 
  101
  1111 (Übertrag)
65 1000001
Division:
 
Dezimalsystem Dualsystem
14 : 4 = 3,5   1110 : 100= 11,1
-12  -100
20     110
-20   -100
    100
    -100
          0

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4.  Hexadezimalsystem

Da die duale Darstellung von größeren Zahlen sehr viel Platz beansprucht, fasst man im Hexadezimalsystem (auch Sedezimalsystem genannt)  jeweils 4 Bits zu einer Ziffer zusammen.
Dafür werden die Nennwerte 0, 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9, A, B, C, D, E, F verwendet, die als sedezimale Ziffern bezeichnet werden.

So wird z.B. die Dualzahl 1111100111000101 folgendermaßen ins Hexadezimalsystem umgewandelt :

1111 1001 1100 0101
   F       9       C      5          = F9C5

Es gibt folgende Möglichkeit eine Dezimalzahl in eine Hexadezimalzahl umzuwandeln:
Man dividiert die entsprechde Zahl fortlaufend durch 16 und wandelt die Divisionsreste nach der Tabelle am Ende dieses Dokument um.

Die Sedezimalzahl zu Dezimalzahl 63941 ergibt sich also so:

63941 : 16 = 3996  Rest 5
3396   : 16 = 249    Rest 12
249     : 16 = 15      Rest 9
15       : 16 = 0        Rest 15

Die Zahl 63941 entspricht also F9C5 im Hexadezimalsystem.

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5.  Tabelle

 
dezimal  dual  hexadezimal 
0000 
0001 
0010 
0011 
0100 
0101 
0110 
0111 
1000 
1001 
10 
1010 
11 
1011 
12 
1100 
13 
1101 
14 
1110 
15 
1111 
 
 
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